FSC – eine gute Alternative

Jeder Deutsche verbraucht im Schnitt 230 kg Papier pro Jahr –
seit Jahren ohne wesentliche Veränderung auf hohem Niveau!

Weltweit gesehen belegt Deutschland in der Herstellung von Papier und Pappe nach den USA, Japan, China und Kanada den fünften Platz. Beim Verbrauch findet man Deutschland mit 18 Millionen Tonnen auf Platz vier in der Welt. Diese trotz aller neuen Informations- und Kommunikationstechniken benötigte Menge macht Deutschland zu einem wichtigen Akteur im globalen Papiergeschäft. Etwa vier Millionen Tonnen Zellstoff und rund 10 Millionen Tonnen Papier und Pappe wurden im vergangenen Jahr nach Deutschland importiert und zwar hauptsächlich aus zum Teil wertvollen Wäldern Nordamerikas, Brasiliens und Skandinaviens. Deutschland spielt damit für die Erhaltung der Wälder eine wichtige Rolle. Häufig werden in diesen Ländern zu diesem Zweck unberührte Wälder schonungslos abgeholzt und zerstört.

Welche Handlungsoptionen gibt es:
• Reduzierung des Papierverbrauches
• Vermehrte Verwendung von Recyclingpapieren
• Der Einsatz von Frischfasern aus nachhaltiger Waldwirtschaft - FSC-zertifiziert

All dies führt zu einer Entlastung für die Urwälder bedeuten und die Waldressourcen überhaupt. Denn Papier bleibt in unserer Gesellschaft noch einige Zeit lang der Informationsträger Nr. 1 und erfordert damit auch zukünftig noch riesige Mengen an Holz. Dem Einsatz von recyceltem Papier sind Grenzen gesetzt, da die Faserlänge des Zellstoffes bei jeder „Neuverarbeitung“ abnimmt und damit eine für die Papierqualität wichtige Eigenschaft verliert. Daher sollte als Rohstoffpool für die Papierherstellung eine Kombination von Recyclingfasern mit nachhaltig produzierten Neufasern eingesetzt werden.

Der FSC bzw. dessen Zertifizierungssystem stellt einen Garanten für die geforderte Nachhaltigkeit dar. Der FSC hat sich zum Ziel gesetzt, international gültige Standards für eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Waldbewirtschaftung zu etablieren. Hierfür wurden zehn Prinzipien als Maßstab für die Waldbewirtschaftung aufgestellt, die in nördlichen Nadelwäldern ebenso wie in tropischen Regenwäldern gelten (mehr dazu unter www.fsc-deutschland.de oder www.fsc.org). Durch die Anerkennung dieser Prinzipien und Kriterien können Forstbetriebe und nachfolgende Unternehmen der Holzverarbeitung (u.a. Papierhersteller und Druckereien) an einem Zertifizierungssystem teilnehmen. Der FSC verwaltet dazu ein als Warenzeichen geschütztes Gütesiegel, das an Betriebe verliehen wird, die regelmäßig nach den Regeln des FSC überprüft werden. Mit der Vergabe des FSC-Zertfikates wird garantiert, dass alle Arbeitsschritte - vom Waldbau und Holzeinschlag über die Verarbeitung und den Transport bis zum Verkauf - nach den Vorgaben des FSC kontrolliert sind.

Das FSC-Logo signalisiert dem Verbraucher, dass es sich um Holzprodukte handelt, die aus nachhaltiger Waldnutzung stammen oder die Waldressourcen schonen. Die Nachfrage nach umwelt- und sozialverträglich gewonnenen Holzprodukten soll dadurch gezielt gesteigert werden. Als Produzent oder Käufer von FSC-zertifizierten Produkten können auch Sie nachhaltig die Umwelt schützen.

 

Fragen zum Thema FSC richten Sie direkt an info@fsc-papier.de